Mediation bedeutet die effektive und individuelle Konfliktbeilegung am Verhandlungstisch.


„Mediation ist ein strukturiertes Verfahren konstruktiver Konfliktregelung, in dem zwei oder mehr Streitparteien durch einen fachlich qualifizierten Mediator darin unterstützt werden, auf freiwilliger Basis selbst eine einvernehmliche Vereinbarung über die Beilegung ihrer Streitigkeiten zu erzielen.“

Dies ist die vielleicht etwas knappe und trockene Definition des Europäischen Parlamentes (Richtlinie 2008/52/EG vom 21.05.2008).

Tatsächlich gewinnt das aus den USA stammende Verfahren auch zunehmend in den Wirtschaftskreisen der EU an Bedeutung.

Es handelt sich dabei um ein „ADR“-Verfahren (Alternative Dispute Resolution), in dem – anders als im (Schieds-) Gerichtsverfahren – der Vorsitzende keine Entscheidungskompetenz hat, sondern lediglich in einem strukturierten Verfahrensablauf für die Lösungsfindung sorgt. Für diese Aufgabe ist der Mediator speziell ausgebildet und verstärkt dabei die Kompetenzen seines Quellberufes, z.B. als Rechtsanwalt.

Von der Wirtschaft wird dieses Verfahren mehr und mehr aus folgenden Gründen als echte Chance zur effektiven Konfliktbeilegung entdeckt:

  • Ressource schonend, da das Verfahren außerordentlich erfolgreich ist: Das Verfahren hat eine Erfolgsquote von mehr als 85 %.
  • Besonders kosteneffizient: Da ein Ergebnis bereits nach wenigen Verhandlungseinheiten erzielt wird, werden die Kosten der Beteiligten drastisch gesenkt und zwar nicht nur die Kosten des Verfahrens sondern auch die zeitliche Blockierung der eigenen Konfliktbeteiligten (Geschäftsführung, Sachbearbeiter etc.).
  • Besonders kreative Lösungsansätze werden ermöglicht: Anders als im Gerichtsverfahren, wo nur ein Gewinnen oder Verlieren möglich ist, haben die Parteien in dem Mediationsverfahren die Chance, auch außerhalb des eigentlichen Streitstoffes liegende Bereiche mit einzubeziehen und eigenständige, auf ihre individuellen Verhältnisse zugeschnittene Lösungen zu finden.